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Der "Singekreis St. Marien" feiert sein 50 jähriges Bestehen in unserer Gemeinde. Allen Menschen, die das Leben des Singekreises in den vergangenen 50 Jahren geprägt und mit Leben gefüllt haben, sei ein herzliches DANKE gesagt. Pfarrer Gerd Stuller hat mit einem Wort zum Sonntag auf die Bedeutung des Singekreises in unserer Gemeinde St. Marien hingewiesen. Lesen können sie dies, wenn sie auf "weiter" klicken.
Warum feiern Christen eigentlich
gemeinschaftlich Gottesdienst? Und warum singen sie so oft dabei?
Ein Lied gibt darauf eine Antwort. In
diesem Lied heißt es: „Laßt uns loben, freudig loben, Gott den Herrn, der uns
erhoben und so wunderbar erwählt.“
Hier wird zunächst einmal
ausgedrückt: Gottesdienst ist
Verherrlichung, Anbetung, Lobpreis Gottes. Dann nennt dieses Lied auch den
Grund, warum wir Gott loben sollen: „ der im Glaubens uns begründet, in der
Liebe uns entzündet, uns in Wahrheit neu gebar, daß wir so in seinem Namen und
durch ihn zum Leben kamen, unvergänglich, wunderbar.“
Wir singen das Lob Gottes, weil er uns in
der Taufe zu seinen Kindern erwählt hat, weil er uns ein Leben lang reichlich
beschenkt hat mit seiner Liebe und Fürsorge; und weil er uns hier auf Erden ein
sinnvolles Leben aufzeigt und eine ewige Zukunft verheißt.
Wir freuen uns, zu Gott zu gehören, Christen
zu sein, in seiner Kirche eine Heimat zu haben; wir dürfen uns von Herzen
freuen – und doch dabei nicht stehenbleiben. Weil wir Gottes Liebe in unserem
Leben erfahren und gespürt haben, sind wir aufgerufen, ja mehr noch:
beauftragt, diese Freude weiterzugeben und anderen Menschen, die noch nicht zu
Gott, die noch nicht zur Kirche gefunden haben, Zeugnis zu geben von der
befreienden und mutmachendes Kraft des Glaubens; sie einzuladen, sich für Gott
und seine Botschaft zu öffnen.
Deswegen endet die erste Strophe dieses
Liedes auch mit den Worten: „Daß wir allen Zeugnis geben, die da sind und doch
nicht leben, sich betrügen mit dem Schein. Laßt den Blinden uns und Tauben Herz
und Zunge aus dem Glauben, aus der Liebe Zeugen sein.“
Dieser dreifache Auftrag: Gott zu loben,
sich der eigenen Berufung und Erlösung durch Jesus Christus zu vergewissern und
Menschen für Gott zu gewinnen: das ist die Aufgabe des christlichen
Gottesdienstes.
Und jeder einzelne Gläubige, ob Mann oder
Frau, ob Kind, Erwachsener oder Greis, trägt „etwas“ zum Gelingen dieses
Gottesdienstes bei; ja, mehr noch: er trägt nicht „etwas“ dazu bei, sondern er
bringt „sich selbst“ ein, indem er das,
was er tun kann, aus innerer Überzeugung, mit Ernsthaftigkeit und Freude
verrichtet.
Eine besondere „Rolle“ übernimmt dabei
der Chor der Gemeinde. Gemeinsam singen hier Menschen zur Ehre Gottes und zur
Freude der Gemeinde „im Chor“. Sie übernehmen gewissermaßen stellvertretend und
herausgehoben eine Aufgabe, die uns alle betrifft, und die in dem Lied „Nun
jauchzt dem Herren alle Welt“ so beschrieben wird: „Gott loben, das ist unser
Amt!“.
Sie tun es gerne, denn sie singen gerne.
Aus Freude am Singen, am gemeinsamen Singen, haben sie sich ja
zusammengefunden. Und „wer singt, der betet doppelt“, hat ja bereits der
heilige Augustinus einmal gesagt.
Im Singekreis St. Marien in unserer Gemeinde St. Marien in Leer haben sich in diesem Sinne Christen
unterschiedlicher Konfession zusammengefunden, die gerne singen, die
Gemeinschaft und die dazugehörige Geselligkeit lieben – und die Ehre Gottes im
Lied preisen möchten. Sie tun es nunmehr seit 50 Jahren – an diesem Sonntag
feiern wir dieses Jubiläum festlich in einem Gottesdienst.
Christsein ist eine Gnade. Das
christliche Leben in der Gemeinschaft zu feiern, bestärkt den Glauben. Die
Freude am Glauben drückt sich im Lied aus. „Nun jauchzt dem Herren alle Welt.
Kommt her, zu seinem Dienst euch stellt;
kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht. Dankt
unserem Gott, lobsinget ihm, rühmt seinen Namen mit lauter Stimm; lobsingt und
danket allesamt. Gott loben, das ist unser Amt.“
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